Samstag, 22. Juli 2017

Wahlprogramm 7.7.1

7.7.1 Gender-Ideologie raus aus den Schulen – Frühsexualisierung stoppen


Eine einseitige Hervorhebung der Homo- und Transsexualität im Unterricht, wie sie die sogenannte „Sexualpädagogik der Vielfalt“ praktiziert, stellt einen unzulässigen Eingriff in die natürliche Entwicklung unserer Kinder und in das vom Grundgesetz garantierte Elternrecht auf Erziehung dar. Dadurch werden Kinder und Jugendliche – oft von schulfremden Personen und meist gegen den Willen ihrer Eltern – in Bezug auf ihre sexuelle Identität verunsichert, überfordert und in ihren Schamgefühlen verletzt.

Die AfD stellt sich allen Versuchen klar entgegen, durch staatlich geförderte Umerziehungsprogramme in Kindergärten und Schulen das bewährte, traditionelle Familienbild zu beseitigen.

Unsere Kinder dürfen nicht zum Spielball der sexuellen Neigungen einer lauten Minderheit werden. Das ideologische Experiment der Frühsexualisierung ist sofort zu beenden.



Analyse:


Was haben Homosexualität und Transsexualität mit der Gleichberechtigung von Mann und Frau zu tun? Einmal mehr vermengen die Verfasser des Wahlprogramms etliche kausal überhaupt nicht zusammenhängende Begriffe, und präsentieren diese bunte Mischung dann mit dem Vorsatz, ihre politischen Ziele so ungeachtet des Wahrheitsgehaltes der aufgestellten (meist hanebüchenen) Behauptungen unter das Volk bringen zu können.

Möglicherweise haben die Verfasser des Wahlprogramms ja nur ein miserables Gedächtnis - ich für meinen Teil hatte vor nunmehr fünf Jahrzehnten weder Berührungsängste mit dem Sexualkundeunterricht, noch ein verletztes Schamgefühl, und meine Eltern waren höchstwahrscheinlich froh, das heikle Thema nicht selbst vermitteln zu müssen. Wenn die heutige Jugend nicht robust genug ist, etwas über die Sexualität der eigenen Spezies vertragen zu können, stimmt mit den Menschen etwas nicht mehr. Wir waren früher begierig darauf, etwas zu lernen, über das unsere Eltern nicht sprechen wollten. Die heutigen Kids sind überall im Internet unterwegs - da würde es mich schwer wundern, wenn ihnen nicht schon lange vor dem Sexualkundeunterricht Filmchen mit pornographischem Inhalt in die Finger gefallen sind, und ihnen sämtliche Spielarten menschlicher Sexualität bereits besser bekannt sind, als den (höchstwahrscheinlich prüderen) Ausbildern.

Das einmal mehr beschworene Schreckensszenario ist einmal mehr bar jeglicher empirischer Nachweise. Existierten die beschworenen Schauermärchen wirklich, lägen sie schnell im Fokus etlicher Behörden, die jedes noch so kleine Detail akribisch überprüfen und bei Tatverdacht ahnden würden. Man fragt sich, wie Verschwörungstheorien Einzug in das Wahlprogramm einer zur Bundestagswahl zugelassenen, mit öffentlichen Mitteln geförderten Partei halten konnten...

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